Irgendwie beschleicht mich seit ungefähr zwei Wochen das Gefühl, dass etwas mit der ZEIT nicht stimmt. Sie scheint nicht einfach nur da zu sein oder vorbei zu gehen, es scheint, als würde sie rennen, hüpfen, sprinten...und schon wieder sind drei Wochen nach meinem letzten Eintrag ins Land gezogen....
An unserem Alltag hat sich bis jetzt nichts nennenswertes geändert, nur dass Paul nun eine 60! Stunden- Woche hat und ein bißchen auf dem Zahnfleisch geht und eine kleine Boots- Auszeit dringend nötig hat...An den Wochenenden versuchen wir weiterhin schöne Dinge zu unternehmen, um den Akku ein wenig aufzuladen...so waren wir vor gut einer Woche an der Südküste Englands- der "Jurassic Coast"- an der man noch regelmäßig kleine und große Fossilien finden kann...da es fast den ganzen Tag regnete, haben wir den Van geschickt auf einer Klippe positioniert und uns in den hinteren Teil verkrochen und gelesen, oh war das gemütlich!Nachmittags haben wir dann aber doch unsere Nasen nach draußen gestreckt und sind bei einem Steinbruch auf Steinblöcken herumgeklettert.
Letzte Woche hatte ich schulfrei und bin mit dem Zug für drei Tage nach Exeter (Devon) gefahren. Konnte auf ner kleinen Couchsurf- Matratze bei Zweiti- Studenten pennen, die mich gleich ins Herz geschlossen und mich zu einem Ersti- Zweiti- Jazz- Abend geschleppt haben. Alles umwerfend und unglaublich spannend...Die Wahl fiel auf eben diese Stadt, da sie ein Outdoor- activity -centre hat, welches recht bekannt ist und im nächsten Jahr eine recht vielversprechende Ausbildung im Outdoorbereich anbietet. Dort wollte ich einfach mal vorbei schauen und mir einen Eindruck verschaffen. Das hab ich dann auch gemacht. Doch auch wenn die dort arbeitenden Menschen sehr nett und aufgeschlossen wirkten, so wollte mich die Stadt an sich noch nicht recht überzeugen, trotz gemütlicher Pubs und einem wunderbaren Umland...Aufgrund dieser kleinen Enttäuschung wollte ich nicht die ganzen Tage in Exeter verbringen und fuhr schon am zweiten Tag mit dem Bus nach Bude (Cornwall). Die kleine Stadt liegt direkt am Meer und ich wanderte eine Weile auf den Küstenpfaden, trank Kakao und schaute einem Herrn zu, der voller Ehrgeiz mit einem Münzdetektor den Strand absuchte. Dieser Tag war so voller Erfüllung und einem warmen Gefühl im Bauch, dass mir wieder bewusst wurde, dass ich nicht nur an einem Fluss wohnen konnte, ich brauche das Meer! Auf dem Rückweg kam ich zufällig an einem anderen Outdoor- Centre vorbei, das eine ähnliche Ausbildung anbietet. Ich konnte es nicht glauben und gluckste innerlich vor Freude. Welch Traum, wenn Paul und ich nächstes Jahr an der Küste Cornwalls sein könnten...!Warum sollte es nicht klappen?;-)
Am letzten Wochenende hat uns Papa besucht, der im nahegelegenen Hotel gut unterkommen konnte...wir waren chinesisch, indisch und libanesich Essen, haben ein gutes Stück Turi- Programm durchgezogen,durch das wir die Stadt wieder ein Stückchen mehr kennenlernen durften, bzw. von einer anderen Seite...Um nur einige Stationen zu nennen: Trafalgar Square, Pacadilly Circus, Chinatown und eine Schiffsfahrt auf der Themse, vorbei an der London Bridge und Co...das war schon was....und wir von all den Eindrücken sehr erschöpft, auch wenn wir es alles recht ruhig und entspannt angingen ließen. Puh.
Zum Abschluss ging es gestern noch in ein kleines Café bei uns in der Nähe, welches eingebettet in eine Baumschule ist und man an Holztischen und Klappstühlen in Gewächhäusern seinen Tee schlürfen kann. Überall Duft und Blumen!
Ahoi.
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