Mittwoch, 26. Dezember 2012

Mehr Chile

Ein froehliches nachtraegliches Weihnachten an alle!

Ich bin immer noch in Chile. Immer noch mit dem Auto unterwegs und ein bisschen weiter im Sueden. Nachdem wir in den ersten Tagen viel an der Kueste waren, wollten wir ins Landesinnere zu den grossen und kleinen Bergen und mehr vom Land sehen.
Um uns auf eine groessere geplante Wandertour einzustimmen, machten wir uns vor zwei Wochen auf den Weg zu einem 500- jaehrigen Baum mit dem liebevollen Namen "El Tata" (Opa) und kletterten auf riesen Steinen am nahegelegenen Fluss herum. Ueberall Rauschen und Leben!
Am naechsten Tag klingelte um 6h der Wecker und wenig spaeter waren wir startklar fuer eine 10-Stunden- Wanderung zu schneebedeckten Gipfeln, durch tundraartige Landschaften, uralte Waelder und Steine. Die Belohnung der Route war eine eiskalte Berglagune im Nichts, die von kleinen Gaendebluemchen gesaeumt war, fast romantisch. Am Ende des Tages taten mir dann aber doch irgendwann die Fuesse weh und ich freute mich auf unser Auto und ein bisschen Schlaf.



Im "Parque Tricahue"


In den "Altos de Lircay"






Wo immer es auch moeglich ist, kaufen wir auf den reichbestueckten Dorfmaerkten Obst und Gemuese ein:


Essbare Algen auf dem Markt




Wieder an der Kueste:

Buchupureo




Einige Tage vor Weihnachten waren wir in "Curanipe", einem kleinen Fischerdorf surfen. Als ich aus dem Wasser zu unserem Auto kam, traf ich dort auf drei fitte und zufriedene alte Damen. Ich bot ihnen Erdbeeren an und wir sassen zusammen auf der Bank und erzaehlten. Auch sie waren zum Urlaubmachen aus der Nachbarstadt gekommen. Mit einer Gruppe Senioren hatten sie sich eine kleine Huette gemietet und pflegten dort gemeinsam mit Tanz, Gesang und Mate- Tee die alten chilenischen Traditionen. Sie luden uns prompt ein und wir verbrachten den Abend mit 15 Alten, assen und tranken zusammen, wie lustig. Grinsen machte sich auf unseren Gesichtern breit. Spaeter wurde das Tanzbein geschwungen. Eine Dame hatte sich waehrend des Tages extra einen Rock aus Algen gebastelt, um ihm dann auf der Tanzflaeche zum Besten zu geben. Ein Johlen und Klatschen folgte. Nach einer Nacht in der Huette, gab es am naechsten Tag ein herzliches Verabschieden. Was fuer ein zufalliges Zusammentreffen voller Menschlichkeit und Freude!


Spass mit den Alten


Eine Hoehle, die wie eine natuerliche Kirche von innen aussieht




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