Aber jetzt mal zum Anfang:
Wir landeten in Marrakesch- Touristenmekka und eher nervig, da uns von allen Seiten Menschen hinterherzischten, riefen oder winkten sobald man den Blick von erhob….also schnell weg und los nach ESSAOUIRA, einen kleiner Stadt, die für ihre Entspanntheit und Gelassenheit bekannt sein sollte. Dort blieben wir vier Nächte, liefen über die Märkte (Souks), aßen gut, machten kleine Ausflüge in die nähere Umgebung. Great time. Von dort aus ging es dann nach IMMSOUANE, dem oben erwähnten Dorf, in dem wir Weihnachten verbringen sollten….gute Wellen und Sonne bescherten uns ein paar schöne Tage, wenn es auch hier wieder viel ums Geld und das Abziehen von Touristen ging. Also wieder: Kopf runter, durch und im besten Fall faire Preise aushandeln.
Nachdem wir die Küste ein wenig hoch und runter gefahren waren, entschieden wir uns die letzten paar Tage in den ATLAS MOUNTAINS zu verbringen, die von Marrakech mit dem Bus gut zu erreichen waren. Wir schliefen zunächst zwei Nächte in einem großen Berberhaus und wanderten von dort aus in die Berge. Was wir dort vorfanden war eine andere kleine Welt, friedlich war sie…und es fühlte sich an als seien wir 200 Jahre in die Vergangenheit gereist. Lehmhütten, Hochzeitsgesänge in der Ferne, Trommeln, Eselrufe und Kühe in Hinterhöfen…Sehr berührt und glücklich machten wir uns auf den Heimweg zurück ins Dorf. Nach einer stressigen und strapaziösen Fahrt kamen wir in ein anderes Dorf (AMIZMIZ). Am Morgen schlenderten wir über den wöchentlichen Berbersouk und danach machten wir uns wieder auf in die Berge. Wasser, getrocknete Feigen und frische Orangen im Gepäck.
Alles im Allem war es eine wunderbare Erfahrung. Es war eine bunte Reise, mit neuen Gerüchen, Geschmäckern. Voller Minztee und viel Zucker, einem Hammambesuch…Es war eine Reise der hygienischen Überwindung und Infragestellung eines scheinbar sterilen Englands und eine Bewusstmachen auf welche hohem Nivea wir uns in Europa bewegen und leben…auch war sie anstrengend, besonders für mich als Frau, da die Straßen zum Großteil von Männern dominiert werden. Männerblicke. Jeden Tag. Das wurde mir manchmal zu viel.
Es ist gut wieder im ach so sauberen England zu sein, mit seiner Ordnung, dem kühlen Wind und ja, vielleicht auch dem grauen Himmel, doch will ich die gemachten Erfahrungen nicht missen. Denn das bedeutet REISEN für mich: Raus gehen, ins Ungewohnte, weg von den geputzten Hotelpalästen und sich konfrontieren mit den Menschen, mit dem Land.
Happy New Year 2016!
Minztee nach marrokkanischer Art
Cola auf arabisch
Auf dem Markt
Tagine- Gemüse, unser tägliches Abendbrot.
Blick von unserer Terasse
Fake Palme for Moschee mit eingebautem Lautsprecher
Im Atlas- Gebirge
Back in time
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